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2006 - 2016

2006

Am 10.02.2006 wurde die Feuerwehr Vierkirchen um 09:45 Uhr zusammen mit den Feuerwehren aus Altomünster, Ampermoching, Dachau, Günding, Haimhausen, Hebertshausen, Hilgertshausen, Indersdorf, Karlsfeld, Odelzhausen, Pasenbach, Petershausen, Röhrmoos, und Weichs zum Katastropheneinsatz nach Deggendorf gerufen. Aufgrund der starken Schneefälle lag auf dem Dach einer Eissporthalle Schnee in Höhe von 2 Metern.

Nach zweistündiger Fahrt erreichten die 115 Feuerwehrler Deggendorf.

Gegen 20 Uhr war das Dach schließlich von den Schneemassen befreit

 

Vom 09. bis 10.09.2006 besuchte Papst Benedikt XVI. die Landeshauptstadt München.

Zur Bewältigung der erwarteten Besuchermassen wurde auch der Landkreis Dachau und somit die Feuerwehr Vierkirchen um Unterstützung gebeten. Um 2 Uhr trafen sich die Kräfte am Dachauer Feuerwehrhaus, um gemeinsam zur Papstmesse zu fahren.

Die Hauptaufgabe der Kameraden bestand darin, den zur Messe anreisenden Besuchern, die Parkplatzsuche zu erleichtern.

 

Am 26. Februar ereignete sich gegen 18 Uhr auf der Straße zwischen Markt Indersdorf und Pasenbach ein folgenschwerer Unfall.

Aufgrund der Straßenglätte kam dort ein Faschingsgespann, bestehend aus Zugmaschine und Anhänger, von der Straße ab. Während der Anhänger auf der Straße stehen blieb, rutschte die Zugmaschine in den Graben. Dabei stürzten einige Mitfahrer vom Anhänger. Insgesamt 33 Personen, darunter vier Schwerverletzte und eine mit lebensbedrohlichen Verletzungen, wurden von den anrückenden Kräften des Roten Kreuzes versorgt. Neben einigen Rettungswägen wurde auch ein Rettungshubschrauber, der Großraumrettungsbus der Berufsfeuerwehr München und die SEG Betreuung zur Versorgung der Verletzten alarmiert. Von Seiten der Feuerwehren waren neben der Mannschaft aus Vierkirchen, die hauptsächlich für das Ausleuchten, die Verkehrsabsicherung und die Einsatzleitung zuständig war, die Kollegen aus Pasenbach, Dachau, Indersdorf und Röhrmoos (zum großräumigen Absuchen nach umherirrenden Verletzten) im Einsatz.

Nach der Bergung des Unfallgespanns durch eine Spezialfirma konnte der Einsatz fünf Stunden später beendet werden.

 

Ein weiterer Einsatz sorgte am 05. Mai ebenfalls für viel Arbeit für die Feuerwehr Vierkirchen.

In einem Waldstück bei Jedenhofen standen mehrere übereinander gestapelte Baumstämme in Flammen. Beim Eintreffen am Einsatzort brannten bereits 600 m² Wiese um den Brandherd herum. Aufgrund der ungünstigen Lage musste eine 600 Meter lange Schlauchleitung verlegt werden. Außerdem wurde mit den Löschfahrzeugen mit eingebautem Tank von Vierkirchen, Pasenbach, Weichs, Petershausen und Indersdorf ein Pendelverkehr zum Wassertransport zur Einsatzstelle eingerichtet. Neben dem Ablöschen der Baumstämme gestaltete sich auch die Ausbreitung auf die Wiese zu einer zeitintensiven Aufgabe.

Mit Hilfe eines Radladers wurden die Stämme auseinandergezogen, wodurch sich die Löscharbeiten leichter und effektiver gestalteten.

Es waren insgesamt 85 Feuerwehrmänner und 15 Fahrzeuge aus sechs Feuerwehren im Einsatz, die nach drei Stunden wieder einrücken konnten.

 

2007

Aufgrund des zusätzlichen Gefahrenpotentials durch die Ansiedlung mehrerer Gewerbebetriebe hat sich die Gemeinde Vierkirchen zur Anschaffung einer Chemieschutz-Ausrüstung entschlossen. Für den richtigen Umgang mit dieser Ausrüstung, bestehend aus mehreren Chemieschutzanzügen (CSA), Abdicht-und Auffangmaterial sowie Dekontaminationszubehör, mussten einige Kameraden zusätzlich ausgebildet werden.

 

Als erste Hälfte des zweiteiligen Fahrzeugkonzeptes trifft am 23.11.2007 der Gerätewagen Logistik 1 bei der FFV ein. Das Beladungsprinzip ist durch die Verwendung von Rollwagen flexibel an den Einsatzbedarf anpassbar.

 

2008

Novum bei der FFV: Der Vorstand unter maßgeblicher Fürsprache des Kommandanten Georg Reischl beschließt die erstmalige Aufnahme von Frauen in die Feuerwehr. 

 

Die Alarmierung übernimmt ab diesem Jahr die Integrierte Leitstelle in Fürstenfeldbruck.

 

Mitte des Jahres wird das LF20 fertiggestellt und übergeben - nach einigen Nachbesserungen. Das LF8 beendet damit nach 30 Jahren seinen Dienst.

 

Dieses technische Upgrade kam gerade rechtzeitig: Der wohl größte Brand der Vierkirchner Feuerwehrgeschichte ereignete sich am 30.11.2008 im eigenen Gewerbegebiet bei einer Verpackungsfirma und rief ein Großaufgebot von etwa 350 Einsatzkräften sowie ein reges Medieninteresse hervor. Rund 270 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen, die einen Gebäudeabschnitt des dreiteiligen Lagerkomplexes völlig zerstörten. Mehrere im Gebäude lodernde Brandherde konnten aufgrund des teilweise herabgebrochenen Daches und der weiteren Einsturzgefahr nicht erreicht werden. Erst das gezielte Erstellen von Öffnungen in der Gebäudeaußenhaut brachte in den frühen Morgenstunden den gewünschten Löscherfolg. Der angrenzende Bürotrakt konnte unter großem Aufwand verteidigt werden. Da durch die Situation bedingt nur ein massiver Wasser- und Schaumeinsatz möglich war, wurden zu Spitzenzeiten 8000 Liter Wasser pro Minute aus dem örtlichen Hydrantennetz entnommen. Insgesamt wurden knapp 1,5 Millionen Liter Löschwasser über mehrere B- und C-Rohre, die zwei Wenderohre der Drehleitern sowie einen Wasserwerfer abgegeben; 140 Atemschutzgeräte wurden verbraucht. Während des Einsatzes musste aufgrund des enormen Personal- und Materialbedarfs ein Löschzug aus Fürstenfeldbruck die Einsatzbereitschaft im Landkreis Dachau aufrechterhalten. Das Alarmstichwort wurde im Einsatzverlauf schrittweise auf B7 erhöht – die zweithöchste mögliche Stufe.

 

2009

Führungswechsel bei der FFV: Hans Trinkl löst Georg Reischl als Kommandant ab, der ab sofort als Kreisbrandinspektor für den Landkreis zuständig ist; stellvertretender Kommandant wird Ignaz Kreitmeier.

 

Die kleine Garage neben dem Feuerwehrhaus wird in Eigenregie ausgebaut und dient jetzt neben der Lagerung von Kraftstoff und Reservematerialien als Vereins- und Katastrophenschutzlager.

 

Ebenfalls wird der Schlauchturm innen mit Tritten versehen, sodass die Absturzsicherung geübt werden kann.

 

2011

Zum ersten Mal führt die Jugendgruppe ein Berufsfeuerwehrwochenende durch. Die Feuerwache wurde von Freitagabend bis Sonntagmittag bezogen. Währenddessen musste die Wachbesetzung Übungen und Arbeiten am Feuerwehrhaus durchführen. Zwischendurch erfolgten zahlreiche "Einsätze".

 

Die damalige Homepage der FFV wird von der Firma Dräger ausgezeichnet: Unter insgesamt 1267 Bewerbern erreichte unsere Seite einen hervorragenden 15. Platz.

 

Beim Setzen von Spundwänden brach am 6.4.2011 eine Baumaschine in den Pasenbach ein. Das mehr als 50 Tonnen schwere Gerät stürzte auf die Garage eines angrenzenden Wohnhauses. Verletzt wurde dabei niemand. Aufgrund von Schäden an der Spundramme verlor diese Treibstoff, welcher in den Bachlauf floss. Durch Einbringen von Ölsperren konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Mithilfe eines Schwerlastkranes wurde das Fahrzeug gegen weiteres Umstürzen gesichert und am Folgetag geborgen.

 

2013

Am 16.06.2013 wurde ein lange gehegter Wunsch erfüllt: In Niedersulz/Österreich wurde die Freundschaft zur dortigen Feuerwehr in eine offizielle Partnerschaft überführt. Von Vierkirchner Seite unterzeichneten Vorsitzender Franz Kreutner und Kommandant Hans Trinkl.

 

2015

Goodbye LT: Unser Kleinalarmfahrzeug auf Basis VW LT wird ersetzt durch einen Kommandowagen der Firma BMW und einen Mannschaftstransporter auf VW Crafter.

 

2016

Erneute Änderung im Fuhrpark der Feuerwehr Vierkirchen: Der noch recht junge GW-Logistik 1 wird verkauft, da der Landkreis Dachau einen Schlauchwagen Katastrophenschutz bei der Feuerwehr Vierkirchen stationiert. Das Fahrzeug dient zum Verlegen langer Schlauchleitungen und ebenfalls als Logistikfahrzeug.