2017 - heute

2017

Ergänzend zu bisherigen Alarmierungsmethoden wie der Sirene und den Funkmeldeempfängern wird in diesem Jahr die "AlarmApp" bei der FFV in Betrieb genommen. Damit erhalten die Einsatzkräfte Alarme direkt auf das Smartphone. Diese App bleibt bis 2020 in Verwendung.

 

2018

Angenehmes Herbstwetter hat am Samstag, dem 22.09.2018 trotz Oktoberfestanstich mehrere tausend Besucher zum Feuerwehr-Aktionstag nach Vierkirchen gelockt.

Passend zum Thema der diesjährigen Feuerwehr-Aktionswoche. 49 Jugendliche aus den Landkreisfeuerwehren unterzogen sich bei der Jugendleistungsprüfung. Als Belohnung erhielten alle Teilnehmer am Abend die begehrte Jugendleistungsspange aus den Händen von Landrat Stefan Löwl, Bürgermeister Harald Dirlenbach, Kreisbrandrat Franz Bründler sowie dem Landtagsabgeordneten Bernhard Seidenath überreicht. Parallel dazu wurden am Vierkirchner Rathaus auch 29 Truppführer in ihren theoretischen und praktischen Fähigkeiten geprüft. Entlang der „Blaulichtmeile“, die sich zwischen Feuerwehr- und Rathaus über 500 Meter durch den Ort erstreckte, präsentierten neben den Feuerwehren auch THW, Polizei, BRK, Malteser und Bundeswehr neueste Technik zum Anfassen. Ein Highlight für die Besucher waren die stündlichen Vorführungen auf dem Diskoparkplatz. Dabei konnte neben der Brandbekämpfung durch die Feuerwehr Vierkirchen sowie der technischen Unfallrettung durch die Feuerwehr Günding auch der Einsatz einer ferngesteuerten Löschkanone bestaunt werden. Weit angereist für den Tag waren die Kameraden der Feuerwehr Niedersulz aus dem niederösterreichischen Weinviertel. Die Partnerfeuerwehr der Vierkirchner demonstrierte einen landesüblichen Löschaufbau beim Leistungsbewerb.
 

2019

Das Jahr 2019 begann aufregend: Aufgrund starker Schneefälle wurde im Bayerischen Oberland der Katastrophenfall ausgerufen. An mehreren Tagen rückte das Dachauer Kontingent mit Kameraden der FFV aus, um Dächer von Schulen oder Industriegebäuden von Schnee zu befreien.

 

Was für die Autobahnfeuerwehren tägliches Geschäft ist, ist für die Feuerwehr Vierkirchen etwas ganz Besonderes: Am 25.06.2019 wurde sie im Erstalarm auf die Autobahn A8 angefordert. Bei Odelzhausen waren zwei Lastwagen kollidiert. Da man Gefahrgut als Ladung vermutete, wurde initial der ABC-Zug alarmiert. Ein Eingreifen war jedoch nicht erforderlich. Aufgrund der stark gebundenen örtlichen Feuerwehren übernahmen die Einsatzkräfte aus Vierkirchen mit dem ausgerückten LF 20 die Gebietssicherung für die Gemeinde Odelzhausen. Nach wenigen Stunden konnte die Wachbereitschaft ohne Vorkommnisse aufgelöst werden.

 

"Brand in einem Einfamilienhaus" hieß am 27.08.2019 die Alarmmeldung für die Feuerwehren aus Vierkirchen, Pasenbach, Markt Indersdorf, Petershausen und Kammerberg sowie für den Rettungsdienst und die Polizei am gestrigen Abend um 20:45 Uhr. Aus noch ungeklärten Gründen sind Gegenstände im Kellergeschoss eines Wohnhauses in Brand geraten. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz drangen in das Gebäude vor und konnten den Brand in kürzester Zeit löschen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, sodass wir gegen 23:00 Uhr wieder ins Gerätehaus einrücken konnten. Nach Säuberung der Einsatzgerätschaften, sowie dem Austausch der verbrauchten Atemschutzgeräte konnten die letzten Kameraden gegen 1:45 Uhr nach Hause zurückkehren.

 

2020

Die Corona-Pandemie schränkt ab März 2020 den Feuerwehrbetrieb stark ein: Um die Mannschaft vor einer Ansteckung zu schützen und die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten, sind Zusammenkünfte außerhalb des Einsatzdienstes untersagt, Übungen finden online oder in stark reduzierter Gruppengröße statt. Der Vereinsbetrieb kommt vollständig zum Erliegen. Die Feuerwehr Vierkirchen übernahm wie viele andere Hilfsorganisationen Logistikfahrten für Hygieneartikel und unterstützte beim Aufbau von Hilfskrankenhäuser und Testzentren.

 

Die seit 2017 verwendete "AlarmApp" wird den Anforderungen nicht mehr gerecht und da eine Abschaltung näher rückte, wechselt die FFV im Frühjahr 2020 auf die mittlerweile weitverbreitete App "FF-Agent". Mit dieser können auch Übungen und Veranstaltungen geplant und die Einsatznachbearbeitung abgewickelt werden.

 

In selbstzerstörerischer Absicht entzündete ein Bewohner der Asylunterkunft am Bauhof am 31.07.2020 sein Zimmer. Die gesamte Einheit bestand aus zwei Teilen zu je zwanzig Wohncontainern. Das Feuer breitete sich schnell auf die Inneneinrichtung aus und sorgte für eine starke Hitzeentwicklung. Bereits auf Anfahrt der zahlreich alarmierten Feuerwehren war dunkler Rauch zu erkennen. Einige Mitbewohner hatten Löschversuche unternommen und den Verursacher befreit. Der Brand wurde durch mehrere Trupps der Feuerwehr Vierkirchen im Innen- und Außenangriff bekämpft. Für viele jüngere Atemschutzgeräteträger war dies der erste lehrbuchartige Zimmerbrand ihrer Feuerwehrkarriere. Aufgrund von Brandschutzmaßnahmen stehen heutzutage nur noch selten ganze Räume inklusive der Möblierung in Vollbrand.
Das Feuer konnte sich nicht auf die anderen Nutzungseinheiten ausbreiten, durch den Rauch und die Hitze wurden sie dennoch in Mitleidenschaft gezogen. Glücklicherweise kam bei diesem Einsatz kein Menschenleben zu Schaden. Die Bewohner der beschädigten Wohneinheit wurden in eine Notunterkunft gebracht.

 

Aufgrund eines medizinischen Notfalls verwechselte am 20.10.2020 der Fahrer eines Kleinbusses Gas- und Bremspedal. Er überfuhr einen Kreuzungsbereich sowie ein Hoftor und durchbrach schließlich die Wand eines Wohnhauses. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt niemand im angrenzenden Raum. Einsatzkräfte der Feuerwehr Vierkirchen versorgten den Fahrer bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und stellten den Brandschutz sicher. Ebenfalls wurde das Fahrzeug gegen Wegrollen stabilisiert. Zusammen mit dem THW wurde das teileinsturzgefährdete Haus abgestützt.
 

2021

Auch das Jahr 2021 ist von der Corona-Pandemie geprägt. Das Feuerwehrleben unterliegt weiterhin starken Einschränkungen.

 

Im Juni 2021 erleidet der Westen Deutschlands eine Flutkatastrophe mit über 100 Toten. Auch der Landkreis Dachau entsendet ein Hilfskontingent. Die Feuerwehr Vierkirchen unterstützte beim Personaltransport sowie beim Transport von Heizlüftern in die betroffene Region.

 

2022

Das Jahr 2022 bietet weitgehende Lockerungen der Corona-Einschränkungen. So kann das Grillfest im Juli das erste Mal seit 2019 ausgerichtet werden.

 

Ebenso kann im April mit einem Jahr Verzögerung ein neuer Vorstand gewählt werden. Neuer Vorsitzender wird Michael Grimmer, einige weitere Posten werden neu besetzt. Nach 25 Jahren im Amt des Vorsitzenden wird Franz Kreutner verabschiedet.

 

Eine weitere Wahl findet auf Kreisebene statt: Unser Kamerad und ehemaliger Kommandant Georg Reischl wird von den Kommandanten des Landkreises Dachau zum Kreisbrandrat gewählt.

 

Mit unseren Freunden der Feuerwehr Pasenbach kann im Juli deren 125-jähriges Gründungsfest gefeiert werden.

 

2023

Auf der Jahreshauptversammlung werden die Kameraden Franz Kreutner, Georg Reischl und Hans Trinkl für ihre herausragenden Verdienste um Verein und Feuerwehr zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 

Das Feuerwehrhaus Vierkirchen feiert 30. Geburtstag: Im Rahmen einer kleinen Feier wird der bewegten Geschichte des Hauses und der Feuerwehr im Allgemeinen gedacht. Passend zum Jubiläum erhält das Obergeschoss eine Rundumpflege und neue Raumaufteilung: Der ehemalige Gruppenführerraum wird der neue, hellere und größere Jugendraum, der alte Jugendraum wird zur Kleiderkammer. Neugeschaffen wird ein eigenes Büro für den Vorstand, welches vorher im Kommandantenbüro angesiedelt war.

 

Im August wird Vierkirchen zweimal kurz hintereinander von einem schweren Sturm getroffen. Während beim ersten Mal lediglich 10 Einsätze abgearbeitet werden müssen, müssen beim zweiten Mal über 40 Keller ausgepumpt, überschwemmte Straßen gereinigt oder Bäume entfernt werden. Besonders stark wurde der Wald Richtung Markt Indersdorf getroffen, wo dutzende Bäume umstürzten und einige Autofahrer auf der Straße gefangen waren.

 

Für die Planungen des 150-jährigen Gründungsfestes der FFV im Jahr 2026 wird ein Festausschuss gebildet.

 

2024

Im Januar 2024 kann das neue HLF20 der Feuerwehr Vierkirchen in Dienst gestellt werden. Wehmütig wird das liebgewonnene LF16 verabschiedet, welches zu unserer großen Freude ab sofort als Oldtimerfahrzeug einer Privatperson aus Petershausen dient. Die Segnung des neuen Fahrzeugs findet am 27.04.2024 statt.

 

Weitere Neuerung bei der FFV: Im Dezember beteiligte sie sich das erste Mal mit einem eigenen Stand am Christkindlmarkt Vierkirchen. Die angebotenen Pulled-Pork-Burger, der Glühgin und die handgefertigten Holzschnitzereien erfreuten sich großem Interesse der Besucher, ebenso wie der Stand selbst. Dieser wurde unter der Regie des 2. Vorsitzenden Stefan Werthmüller errichtet.

 

2025

Am Abend des 01.02.2025 stand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Ortsteil Milbertshofen der Kälberstall in Vollbrand. Einige der Tiere irrten bei Eintreffen der Feuerwehren auf dem Gelände umher und mussten eingefangen werden. Während die Feuerwehr Biberbach den Löschangriff vortrug und ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude verhindern konnte, drangen Vierkirchner Atemschutztrupps in den Stall vor, um noch verbliebene Tiere zu retten. Den Kameraden bot sich dort ein grausames Bild: Einige Kälber lagen tot am Boden oder waren in Todesangst gegen das Gitter gerannt, wo sie steckengeblieben und verbrannt sind. Manche der kleineren Tiere konnten getragen oder geschliffen werden, die älteren Kälber wehrten sich jedoch und zogen sich immer weiter in den noch brennenden Stall zurück. Die traurige Bilanz am Ende: 19 der insgesamt 45 Kälber konnten nicht mehr gerettet werden und sind verendet. Auf Anweisung des Veterinäramtes mussten die Körper nach Beendigung der Löscharbeiten händisch geborgen werden. Dieser Einsatz forderte selbst erfahrene Feuerwehrleute körperlich und psychisch heraus. Das Leid der Tiere ging an keinem der Beteiligten spurlos vorüber.

 

Die Satzung des Vereins wird grundlegend überarbeitet und für die Zukunft sicher gemacht. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird sie einstimmig angenommen.

 

2026

Das Jahr 2026 beginnt mit dem 60. Geburtstags des Vierkirchner Kreisbrandrats Georg Reischl und einer Überraschungsparty. Der Vorstand der FFV holte ihn zuhause mit dem Feuerwehrfuhrpark sowie einem Oldtimer-Fahrzeug ab und brachte ihn ins Katastrophenschutzzentrum Hebertshausen, wo zahlreiche Kommandanten und Vorstände der Landkreisfeuerwehren sowie Vertreter aus Politik und anderen Hilfsorganisationen auf ihn warteten. Nach einigen Ansprachen und einem Weißwurstfrühstück wurden ein Videozusammenschnitt sowie zahlreiche Grußbotschaften von Feuerwehren gezeigt.

 

Die erste Jahreshälfte war grundlegend von den finalen Planungen des 150-jährigen Gründungsfestes geprägt. Es wurde Werbematerial erstellt und verteilt, Schilder bemalt und unzählige weitere Arbeiten erledigt. Diese mündeten final in das viertägige Fest der Superlative: Bei traumhaftem Wetter kamen vom 2. bis 5. Juli über 5000 Besucherinnen und Besucher zu den Veranstaltungen im Festzelt am ehemaligen Discoparkplatz. Insbesondere der Biergarten mit der Weißbierbar erfreute sich großer Beliebtheit.
Zum Bieranstich am Donnerstag benötigte Schirmherr Harald Dirlenbach lediglich zwei Schläge. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Ludwig-Thoma-Musikanten und dem Allacher Trachtenverein. Am Freitag folgte zunächst der gemeindliche Seniorennachmittag, während am Abend Discostimmung bei mehrheitlich jüngeren Gästen herrschte. Ganz im Sinne der Arbeit sämtlicher Blaulichtorganisationen stand der Samstag mit dem Kreisfeuerwehrtag des Landkreises. Neben der Abnahme der Jugendleistungsprüfung von 69 Nachwuchskräften aus 11 Feuerwehren boten zahlreiche Infostände von Feuerwehren, Rettungsdienst, THW und Bundeswehr interessante Einblicke. Ab 19 Uhr sorgte die Oktoberfest-Band OHLALA für Wiesn-Feeling.
Der Sonntag als eigentlicher Festtag begann in den frühen Morgenstunden mit einem emotionalen Totengedenken. Anschließend wurden die mehr als 60 anwesenden Feuerwehren und Ortsvereine empfangen. Der ökumenische Festgottesdienst mit Segnung einiger Fahnenbänder fand hinter dem Rathaus mit der Pfarrkirche im Hintergrund statt. Nach dem Mittagessen folgte der Festumzug durch Vierkirchen mit erfreulicherweise zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern. Den krönenden Abschluss bildete der Fahneneinzug, der von „de Stoakirchana“ musikalisch begleitet wurde und für ausgelassene Stimmung im Festzelt sorgte.
Nach bereits zwei Tagen war der Spuk vorbei und der Festplatz wieder vollständig geräumt.