Umgestürzter Gefahrgut-Lkw und geborstene Wasserleitungen bescherten den
Freiwilligen Einsatzkräften viel Arbeit am Heiligen Abend
Während in vielen Familien Heilig Abend gefeiert wurde, musste die Bescherung
für einen Teil von Dachauer und Pellheimer Feuerwehrkräften, THW-Helfern,
Mitarbeitern eines Bergungsunternehmens und des Stadtbauhofes verschoben werden.
Ein Brummilenker, der Butan geladen hatte, beschäftigte die Einsatzkräfte
knapp zwölf Stunden auf der Straße von Dachau nach Pellheim.
Gegen 07.45 Uhr früh steuerte der Fahrer seinen Tanklastzug - mit 23 Tonnen
Butan (Flüssiggas) beladen - auf der Pellheimer Straße Richtung Pellheim;
in einer Kurve in Höhe des Stadtteils Webling kam das Fahrzeug vermutlich
wegen Straßenglätte von der Fahrbahn ab und kam seitlich im Strassengraben
zum Liegen, wobei der Fahrer glücklicherweise unverletzt blieb.
Da die Gefahr bestand, dass das Fahrzeug gänzlich umkippen könnte
und der Gefahrstoff austritt, wurde neben einem Bergungsunternehmen die Feuerwehren
Dachau und Pellheim, sowie das THW zur Hilfeleistung alarmiert.
Zunächst wurde der Tankzug entsprechend gesichert, um ein weiteres Abrutschen
zu verhindern, anschließend wurde in mehrstündiger Arbeit versucht,
einen Teil des gelagerten Stoffes in einen Ersatzwagen umzupumpen, was zum Teil
gelang.
Unter Einsatz von zwei Autokränen und zwei Sicherungsfahrzeugen konnte
der Havarist schließlich in den Abendstunden geborgen und abgeschleppt
werden.
Feuerwehr- und THW-Kräfte unterstützten die Bergungsfirma bei der
Arbeit, stellten den Brandschutz sicher, übernahmen die Ausleuchtung, die
Verkehrsumleitung und die Reinigung und Räumung der Unfallstelle, wobei
auch ein Streufahrzeug des städtischen Bauhofes eingesetzt wurde.
Neben diesem Einsatz mussten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr
Dachau am Heiligen Abend noch drei weitere Einsätze bewältigen. Um
10 Uhr wurde eine undichte Wasserleitung in einer Wohnung in der Pfarrstraße
gemeldet, um 11:11 Uhr eine Ölspur, welche sich durch die Hoch- und Dr.
Hiller-Straße zog. Um 12:17 Uhr war am Rennplatz eine Wasserleitung geborsten.

weitere Informationen auch unter
www.kfv-dachau.de
Nach Auskunft von Kreisbrandrat Rudi Reimoser war es für die anderen Feuerwehren
im Landkreis an Heilig Abend weitestgehend ruhig. Nur die FF Indersdorf musste
vormittags zu einem Wasserrohrbruch ausrücken und die FF Petershausen war
in der Nacht auf den 24. Dezember zur Beseitigung eines umgestürzten Baumes
alarmiert worden.
Nachdem die Einsatzkräfte der Dachauer Feuerwehr am Heiligen Abend alle
Hände voll zu tun hatten, konnten sie die Feiertage mit Ihren Familien
und Freunden in aller Ruhe genießen. Nur die 10 Einsatzkräfte, die
über die Feiertage Bereitschaft haben mussten zweimal ausrücken. Am
25. Dezember wurden sie um kurz vor 18:30 Uhr zu einem Wasserrohrbruch in der
Münchner Straße alarmiert. In einer Wohnung, in der es am 17. Oktober
gebrannte hatte, war, vermutlich aufgrund eines Frostschadens, eine Wasserleitung
geborsten und hat die Wohnung im 1. Obergeschoss, das Erdgeschoss und den Keller
unter Wasser gesetzt. Die Einsatzkräfte setzten mehrere Tauchpumpen und
Wassersauger ein, um das Wasser zu beseitigen. Da das Wasser auch aus Steckdosen
und Lichtschaltern drang, wurden die Stadtwerke verständigt, die neben
dem Hauptwasserhahn auch den Strom für das ganze Haus absperrten. Nach
zwei Stunden war der Einsatz beendet.
Am 2. Weihnachtsfeiertag wurden die freiwilligen Kräfte dann noch zu einer
Wohnungsöffnung angefordert.