| 2011-11-16 22:15:02 || dl | |
12.11.2011 |
Hilfeleistungskontingent Dachau - Übung in Landsberg |
Die Hilfskontingente der Feuerwehren wurden vor einigen Jahren aus der Vorgabe des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren landkreisweise aufgestellt. Sie sollen bei Katastropheneinsätzen länder- und staatenübergreifend zur Unterstützung der örtlichen Kräfte eingesetzt werden, vor allem sind dies Unwetterkatastrophen. So zeigen auch zahlreiche Erfahrungen der Vergangenheit, dass das Feuerwehrhilfskontingent eines Landkreises ohne Vorbereitung im Voraus mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat.
Dies war auch bei überregionalen Einsätzen in den letzten Jahren schon mehrfach bei Schneekatastrophen und Überschwemmungen der Fall. Mit der Übung sollte insbesondere der mehrtägige Einsatz mit eigener Versorgung geübt und der Katastrophenschutz Sonderplan zur überörtlichen Hilfe überprüft und in der Praxis getestet werden. Neben der Unterbringung in Kasernen oder Turnhallen, die eigene Versorgung mit Verbrauchsstoffen, Betriebsmitteln und Kraftstoffen, die Verpflegung mit Essen und Trinken aus Feldküchen, musste auch die rettungsdienstliche Absicherung sichergestellt werden.
Weiterer Schwerpunkt der Übung war der Aufbau einer Führungs- und Kommunikationsstruktur in einem fremden Landkreis, um die Kräfte geordnet in den verschiedenen Einsatzabschnitten führen zu können. Zum Einsatz kam hierfür die UG-ÖEL mit entsprechend geschultem Personal. Die teilnehmenden 29 Fahrzeuge aus dem gesamten Landkreis wurden am Freitagnachmittag in zwei Marschverbänden von Karlsfeld nach Landsberg versetzt. So konnte auch das Fahren in größeren Verbänden geübt werden, was besonders im städtischen Bereich zu Berufsverkehrszeiten nicht unproblematisch ist. Vielen Verkehrsteilnehmern sind die Regeln beim Begegnen von Kolonnen im geschlossenen Verband nicht mehr geläufig, was im dichten Verkehr und an Straßenkreuzungen bei den Fahrern der Einsatzfahrzeuge entsprechende Erfahrung erfordert, damit es nicht zu Unfällen kommt.
Nach der Ankunft in Landsberg standen der Bezug des Quartiers in der Welfenkaserne sowie der Aufbau einer Führungsstelle auf dem Programm. Anschließend wurden die Einsatzkräfte verköstigt und erhielten eine kurze Schulung zum Thema Hilfskontingente. Um 6.00 Uhr bereits wurden die Teilnehmer am Samstag wieder geweckt, so dass pünktlich um 8.00 Uhr der Abmarsch zum Truppenübungsplatz Lagerlechfeld beginnen konnte. Hier wurden von den beteiligten Löschzügen abwechselnd die Freiflächen-Brandbekämpfung zum Schutz von Objekten sowie das Fahren in unwegsamem Gelände geübt. Schließlich bestand auch noch die Möglichkeit die Bundeswehrfeuerwehr kennenzulernen und sich dort in den Besonderheiten bei der Brandbekämpfung insbesondere militärischer Flugzeuge unterrichten zu lassen.
Als Gäste wohnten der Übung Oberstleutnant der Reserve Andreas Schultze vom Kreisverbindungskommando, der Fachberater Katastrophenschutz der Regierung von Oberbayern Ludwig Dausmann, der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbands Oberbayern Karl Neulinger und der Fachbereichsleiter Katastrophenschutz im Bezirksfeuerwehrverband Oberbayern Markus Reichart bei. Die Beobachter seitens der Regierung von Oberbayern und des Bezirksfeuerwehrverbandes konnten am Ende feststellen, dass das Feuerwehrhilfskontingent des Landkreises mit Unterstützung des Bayerischen Roten Kreuzes auf die vorgegebenen Anforderungen nun sehr gut vorbereitet ist. Insbesondere der Aufwand für Unterkunft und Übernachtung sowie die Selbstversorgung der Einsatzkräfte ist enorm.
Ein Dank gilt somit allen beteiligten Kräften für den reibungslosen Ablauf, besonders aber Kreisbrandinspektor Georg Reischl und seinem Team für die monatelange Ausarbeitung und Vorbereitung der Übung sowie dem Betreuungszug des Roten Kreuzes für die hervorragende Verpflegung.
Für die Freunde von Blaulicht und Martinshorn haben wir hier noch zwei Videos die die Abfahrt vom Sammelpunkt in Karlsfeld zeigt. Im Video eins ist die Kontingentführung und die Logistikkomponente sowie der 1te und 2te Zug zu sehen. Video Zwei zeigt den 3ten und 4ten Zug.
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